Technische Parameter von LED-Leuchten

Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) hat Normen zur Arbeitsweise von LED-Leuchten und LED-Modulen erarbeitet. In diesen sind Qualitätskriterien definiert und allgemeingültige Messbedingungen vereinbart, auf deren Basis eine vergleichbare Beurteilung möglich ist. Der Fachverband Licht des ZVEI hat diesbezüglich im März 2020 die 3. Ausgabe des Leitfadens „Planungssicherheit in der LED-Beleuchtung“ herausgegeben.

Die auf dieser Website sowie in unseren Katalogen, den Datenblättern und den Gebrauchsanweisungen verwendeten Begriffe und Erklärungen beziehen sich auf diese ZVEI-Publikation.

Nachfolgend erklären wir die wichtigsten Parameter. Teilweise verwenden wir zum besseren Verständnis andere Begriffe. Die Entsprechungen aus dem Leitfaden „Planungssicherheit in der LED-Beleuchtung“ finden Sie in Klammern.

  • Modul-Lichtstrom (Nominalwert)

    Der Lichtstrom (Φ) eines LED-Moduls, gemessen in Lumen (lm).
    Dieser Wert gibt den Lichtstrom an, der von einem LED-Modul bei 25 °C Umgebungstemperatur erzeugt wird.

  • Leuchten-Lichtstrom (ZVEI Bemessungslichtstrom)

    Der Lichtstrom (Φ) einer Leuchte, gemessen in Lumen (lm).
    Dieser Wert gibt den gesamten Lichtstrom an, der von der Leuchte abgegeben wird.

  • Modul-Anschlussleistung (Nominalwert)

    Die Anschlussleistung (P) eines LED-Moduls, gemessen in Watt (W).
    Dieser Wert gibt die Leistung an, die von einem LED-Modul aufgenommen wird.

  • Leuchten-Anschlussleistung (ZVEI Bemessungsleistung)

    Die Anschlussleistung (P) einer Leuchte, gemessen in Watt (W). Dieser Wert gibt die gesamte Leistung an, die von der Leuchte nach thermischer Stabilisierung aufgenommen wird. Diese Leistung umfasst alle eingebauten Komponenten, z. B. LED-Modul und Betriebs­gerät.

  • Leuchten-Lichtausbeute

    Die Leuchten-Lichtausbeute ist der Quotient aus dem abgegebenen Lichtstrom und der von der Leuchte aufgenommenen elektrischen Leistung. Der Wert wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben.

  • Farbtemperatur

    Mit dem Begriff Farbtemperatur bezeichnet man die Lichtfarbe von weißem Licht. Sie wird in Kelvin (K) angegeben.
    Dabei gibt es die Bezeichnung warmweiß (bis 3300 K), neutralweiß (von 3300 K bis 5300 K) und tageslichtweiß (über 5300 K).

  • Farbwiedergabeindex

    Der Farbwiedergabeindex (Ra) bezeichnet das Maß der Übereinstimmung zwischen der gesehenen Farbe eines Gegenstands und ihrem Aussehen unter einer bestimmten Lichtquelle.

  • Umgebungstemperatur (ZVEI Bemessungsumgebungstemperatur)

    Die Umgebungstemperatur (ta) definiert die maximale Temperatur, gemessen in Grad Celsius (°C), bei der eine Leuchte betrieben werden darf.

  • Lebensdauerkriterien

    Der Großteil der LED fällt bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht aus, sondern der Lichtstrom nimmt im Laufe der Zeit ab (Degradation). Die Lebensdauer von LED, LED-Modulen und Leuchten wird demzufolge begrenzt durch den Totalausfall der zugehörigen Elektronik (z.B. Netzgerät) oder durch das Unterschreiten eines zuvor festgelegten Mindestlichtstroms.

  • Spannung

    Die maximale elektrische Nennspannung, gemessen in Volt (V), bei der eine Leuchte betrieben werden darf.

  • Modulbezeichnung

    Anders als bei konventionellen Lampen, die über klar definierte Anschlussstandards verfügen, sind LED fester Bestandteil von Leuchten. Das macht es folglich schwierig, ohne Spezialwissen passende LED-Ersatzmodule zu beschaffen. Als verantwortungsvoller Hersteller haben wir dieses Problem für unsere Kunden gelöst. So gibt bereits heute eine Lampenbezeichnung in jeder LED-Leuchte genaue Auskunft über die eingebauten Module. Die eigene Fertigung ermöglicht es uns, auch nach vielen Jahren passende LED-Module zu liefern.