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Elisabeth-Halle Aachen, Deutschland

Elisabeth-Halle Aachen, Deutschland

Schwimmbad aus der Jugendstil-Epoche


Klassische Schwimmbäder aus der Jugendstil-Epoche sind in Deutschland kaum noch erhalten. Ein „architektonisches und baukünstlerisches Kleinod“, wie es die mit einer umfassenden Sanierung beauftragten Architekten des Büros Frey bezeichnen, ist die Elisabeth-Halle in Aachen, die seit mehr als 100 Jahren in Betrieb ist. 1908 bis 1911 nach den Entwürfen des Aachener Stadtbaumeisters Joseph Laurent gebaut, gilt die „Badeanstalt“ alter Prägung heute als ein Vorzeigeprojekt weit über die Stadtgrenzen hinaus.

In der ursprünglich als Therme konzipierten Elisabeth-Halle gab es zunächst auch Dusch- und Wannenbäder sowie ein römisch-irisches Schwitzbad und ein Hundebad, die jedoch im Laufe der Jahrzehnte Umbauarbeiten zum Opfer fielen. Die beiden Schwimmhallen wurden zunächst streng nach Geschlechtern getrennt genutzt. Heute ist diese Trennung natürlich längst kein Thema mehr.

Beide Schwimmbecken sind als freistehende Wannen aus Eisenbeton konzipiert, die auf Pfeilern aufliegen und rundherum begehbar sind. Sanfte Bögen an der Kopfseite brechen die sonst im Schwimmbadbau übliche rechteckige Form auf. Zum Flair des Bades tragen unter anderem der beeindruckende Neptun-Brunnen in der größeren Halle, die Architektur mit großzügigem Tageslichtanteil und abgerundeten Fenstern sowie die schmiedeeisernen Geländer in der oberen Etage bei. Die Umkleidekabinen für die Badegäste sind mit Holzeinbauten und Marmor-Trennwänden ausgestattet.

Nach Sanierungssünden der 1970er Jahre erfolgte Anfang des neuen Jahrtausends in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde eine umfassende Sanierung, die einen Verfall der Bausubstanz verhinderte. Das Bad wurde auf den technisch neuesten Stand gebracht, nicht bauzeitliche Einbauten wurden demontiert, verdeckte Elemente freigelegt.

Zur Beleuchtung des Prestigebaus in der Aachener Innenstadt werden BEGA Leuchten eingesetzt. LED-Wandfluter mit asymmetrischer Lichtstärkeverteilung setzen die beeindruckenden Gewölbe und ihre Jugendstil-Architektur in Szene. Im Bereich der Umkleiden sorgen LED-Deckenleuchten für eine ideale Beleuchtung. Sie geben freistrahlendes Licht in den Raum und auf die Befestigungsfläche ab. Mundgeblasenes dreischichtiges Opalglas ermöglicht die weiche und gleichmäßige Lichtverteilung. Es hat eine hohe Transparenz, ist alterungsbeständig, leicht zu reinigen und sorgt für ein brillantes Beleuchtungsergebnis.

Bauherr
Stadt Aachen

Architektur Umbau
Frey Architekten, Aachen

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Verwendete Leuchten