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Über Licht und Beleuchtung

Über Licht und Beleuchtung

Die verbindlichen DIN- und EN-Normen werden vom Beuth Verlag, Berlin, veröffentlicht.


  • Grundlegende Beleuchtungsnormen

    DIN EN 12665
    „Licht und Beleuchtung – grundlegende Begriffe und Kriterien für die Festlegung von Anforderungen an die Beleuchtung“

    DIN EN 13032-2
    „Licht und Beleuchtung – Messung und Darstellung photometrischer Daten von Lampen und Leuchten – Teil 2: Darstellung von Daten für Arbeitsstätten in Innenräumen und im Freien“

    DIN EN 13032-3
    „Licht und Beleuchtung – Messung und Darstellung photometrischer Daten von Lampen und Leuchten – Teil 3: Darstellung von Daten für die Notbeleuchtung von Arbeitsstätten“

    DIN EN 13032-4
    „Licht und Beleuchtung – Messung und Darstellung photometrischer Daten von Lampen und Leuchten – Teil 4: LED-Lampen, -Module und -Leuchten“

    DIN EN 18 38
    „Angewandte Lichttechnik – Notbeleuchtung“

    DIN EN 60529
    „Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)“

    DIN EN 60598-1
    „Leuchten Teil 1 – Allgemeine Anforderungen und Prüfungen“

    DIN VDE 0100
    „Errichten von Niederspannungsanlagen“

  • Normen für den Außenbereich

    DIN EN 12193
    „Licht und Beleuchtung – Sportstättenbeleuchtung“

    DIN EN 12464-2
    „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten,
    Teil 2: Arbeitsplätze im Freien“

    DIN EN 13201
    „Straßenbeleuchtung“

    DIN EN 67523
    „Beleuchtung von Fußgängerüberwegen mit Zusatzbeleuchtung“

    DIN EN 67524
    „Beleuchtung von Straßentunneln und Unterführungen“

    ASR A3.4
    „Technische Regeln für Arbeitsstätten“

  • Normen für den Innenbereich

    DIN 5034
    „Tageslicht in Innenräumen“

    DIN 5034
    „Beleuchtung mit künstlichem Licht“

    DIN EN 12193
    „Licht und Beleuchtung – Sportstättenbeleuchtung“

    DIN EN 12464-1
    „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten,
    Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen“

    DIN EN 15193
    „Energetische Bewertung von Gebäuden – energetische Anforderungen an die Beleuchtung“

    Berufsgenossenschaftliche Regel BGR 131
    „Natürliche und künstliche Beleuchtung von Arbeitsstätten“

    ASR A3.4
    „Technische Regeln für Arbeitsstätten“




DIN EN 12464-2 · Arbeitsstätten im Freien

„Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten, Teil 2“

Art des Bereichs der Sehaufgabe oder der Tätigkeit

Ē [ lx ] U0 GRL Ra


Allgemeine Verkehrsbereiche bei Arbeitsstätten im Freien
Gehwege, ausschließlich für Fußgänger 5 0,25 50
Verkehrsflächen für sich langsam bewegende Fahrzeuge (max. 10 km/h) 10 0,40 50
Regelmäßiger Fahrzeugverkehr (max. 40 km/h), Fußgängerpassagen 20 0,40 45
Be- und Entladestellen, Fahrzeugwendepunkte 50 0,40 50


Industrieanlagen und Lagerbereiche
Kurzzeitiges Hantieren mit großen Bauteilen und Rohstoffen, Be- und Entladen von sperrigen Gütern 20 0,25 50 20
Ständiges Hantieren mit großen Bauteilen und Rohstoffen, Be- und Entladen von Fracht, Aktionsbereiche von Kränen, offene Ladeplattformen 50 0,40 50 20
Lesen von Beschriftungen, überdachte Ladeplattformen, Verwendung von Werkzeugen 100 0,60 45 40
Anspruchsvolle Elektro-, Maschinen- und Inspektionsarbeiten 200 0,50 45 60


Bahnbereiche für Kleinbahnen, Straßenbahnen, Kleinstbahnen, U-Bahnen
Gleisanlagen in Personenverkehrsbereichen, Abstellgleise 10 0,25 50 20
Gehwege 20 0,40 50 20
Zugangstunnel 50 0,40 50 20
Treppen auf Bahnhöfen kleiner und mittlerer Größe 50 0,40 45 40
Treppen auf großen Bahnhöfen 100 0,50 45 40
Nicht überdachte Bahnsteige, Land- und Regionalverkehr 15 0,25 50 20
Nicht überdachte Bahnsteige, Fernverkehr 50 0,40 45 20
Überdachte Bahnsteige, Regionalverkehr und Fernverkehr mit geringem Personenaufkommen 50 0,40 45 40
Überdachte Bahnsteige, Fernverkehr 100 0,50 45 40


Parkplätze
Geringes Verkehrsaufkommen
Parkplätze von Geschäften, Reihenhäusern und
Wohnblöcken, Abstellbereiche für Fahrräder
5 0,25 55
Mittleres Verkehrsaufkommen
Parkplätze von Warenhäusern, Bürogebäuden,
Fabriken, Sportanlagen und Mehrzweckhallen
10 0,25 50
Hohes Verkehrsaufkommen
Parkplätze von Schulen, Kirchen, großen Einkaufszentren,
großen Sportanlagen und Mehrzweckhallen
20 0,25 50



DIN EN 12464-1 · Arbeitsstätten im Innenraum

„Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten, Teil 1“

Art des Innenraums, des Bereichs, der Sehaufgabe oder der Tätigkeit

Ē [ lx ] UGRL U0

Büroarbeitsplätze
Büroarbeiten 500 19 0,4
Besprechungsräume 300 19 0,6
Empfangstheke 300 22 0,6
Archive 200 25 0,4

Öffentliche Bereiche
Eingangshallen 100 22 0,4
Garderoben 200 25 0,4
Warteräume 200 22 0,4
Kassen und Schalter 300 22 0,6

Nebenräume
Kantinen 200 22 0,4
Küchen 500 22 0,6
Pausenräume 100 22 0,4
Umkleide- und Waschräume, Toiletten, Bäder 200 25 0,4
Posträume, Vermittlungsplätze 500 19 0,6
Lagerräume ( Ē = 200 lx, wenn dauernd besetzt ) 100 25 0,4
Versand- und Verpackungsbereiche 300 25 0,6

Verkehrszonen und allgemeine Bereiche
Verkehrsflächen und Flure 100 28 0,4
Treppen 100 25 0,4
Rolltreppen, Fahrbänder 100 25 0,4
Schalterhallen, Bahnhofshallen 200 28 0,5
Vollständig umschlossene Bahnsteige (geringe Anzahl Personen) 100 0,4
Vollständig umschlossene Bahnsteige (große Anzahl Personen) 200 0,5
Aufzüge (vor dem Aufzug Emin = 200 lx) 100 25 0,4
Laderampen, Ladebereiche 150 25 0,4



Öffentliche Garagen

Art des Bereichs, der Sehaufgabe oder der Tätigkeit

Ē [ lx ] UGRL U0
Fahrwege 75 25 0,4
Park- und Abstellflächen 75 25 0,4
Ein- und Ausfahrten während der Nacht 75 25 0,4
Ein- und Ausfahrten während des Tages 300 25 0,4
Schalter 300 25 0,6



Wartungswerte nach DIN EN 13201

Lichttechnische Werte für Verkehrsstraßen nach ME- und CE-Beleuchtungsklassen

Klasse

L [cd/m2] U0 Ul TI SR Klasse Ē [ lx ] U0
ME 1 2,0 0,4 0,7 10 0,5 CE1 30 0,4
ME 2 1,5 0,4 0,7 10 0,5 CE2 20 0,4
ME 3a 1,0 0,4 0,7 15 0,5 CE3 15 0,4
ME 3b 1,0 0,4 0,6 15 0,5
ME 3c 1,0 0,4 0,5 15 0,5
ME 4a 0,75 0,4 0,6 15 0,5 CE4 10 0,4
ME 4b 0,75 0,4 0,5 15 0,5
ME 5 0,5 0,35 0,4 15 0,5 CE5 7,5 0,4
ME 6 0,3 0,35 0,4 15 0,5
  • Legende

    L
    Wartungswert der mittleren Leuchtdichte auf der Fahrbahn, der zu keiner Zeit unterschritten werden darf.

    Ē
    Wartungswert der mittleren Beleuchtungsstärke auf der Fahrbahn, der zu keiner Zeit unterschritten werden darf.

    U₀
    Gesamtgleichmäßigkeit, Verhältnis der niedrigsten Leuchtdichte (bzw. Beleuchtungsstärke) zum Mittelwert auf der Fahrbahnoberfläche.

    Ul
    Längsgleichmäßigkeit, Verhältnis der niedrigsten zur höchsten Leuchtdichte auf der Mittellinie eines Fahrstreifens.

    Tl
    Schwellwerterhöhung, Maß für den Verlust von Sichtbarkeit eines Sehobjekts infolge physiologischer Blendung durch zu helle Leuchten.

    SR
    Umgebungs-Beleuchtungsstärkeverhältnis zur Verbesserung der räumlichen Orientierung, damit die Bereiche neben der Fahrbahn, soweit nicht selbst beleuchtet, ebenfalls erkennbar sind.



DIN EN 13201-2

„Fußgängerüberwege mit Zusatzbeleuchtung“

In der DIN EN 13201-2 wird der Fußgängerüberweg im Anhang behandelt und gleichzeitig wird auf die nationalen Standards der einzelnen Länder hingewiesen. Für Deutschland ist die Einhaltung der Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGU 2001) und die DIN 67523 „Beleuchtung von Fußgängerüberwegen (Zeichen 293 der Straßenverkehrsordnung StVO) mit Zusatzbeleuchtung erforderlich: Erreicht die vorhandene Straßenbeleuchtung die in den Normen geforderten Werte nicht, muß eine zusätzliche, ortsfeste Beleuchtung errichtet werden. Zur einheitlichen Bewertung der Beleuchtung im Bereich von Fußgängerüberwegen wird ein rechteckiges horizontales Bewertungsfeld vereinbart.

• Auf der Mittelachse muss dabei auf fest definierten Punkten in 1 m Höhe mindestens ein Wartungswert von 30 lx (mittlere vertikale Beleuchtungsstärke) erreicht werden.

• Der Wert von 4 lx (minimale vertikale Beleuchtungsstärke) darf an keinem der im Bewertungsfeld definierten Bewertungspunkte unterschritten werden, auch nicht in der Wartezone in 1 m Entfernung zur Straße.

Die Beleuchtung muss den Fußgängerüberweg und die angrenzenden Warteflächen „aus der jeweiligen Fahrtrichtung“ erhellen – eine Beleuchtung direkt über der Mittelachse des Überwegs ist nicht erlaubt. Eine von der allgemeinen Straßenbeleuchtung abweichende Lichtfarbe erhöht die Aufmerksamkeit.Im Gegensatz zur Straßenbeleuchtung darf die Beleuchtung am Fußgängerüberweg während der gesamten Dunkelstunden nicht abgeschaltet werden. 100 m vor und hinter dem Fußgängerüberweg muss die Straße mindestens eine Leuchtdichte von 0,3 cd/m2 aufweisen. Das Niveau der vorhandenen Straßenbeleuchtung ist gegebenenfalls entsprechend zu erhöhen. Die Beleuchtungsanlage für Fußgängerüberwege muss sich unabhängig schalten lassen.



Wartungswerte nach DIN EN 13201

für Fußgänger- und Radfahrbereiche nach den Beleuchtungsklassen S und A

Horizontale Beleuchtungsstärke (Eh)

Klasse mittlere Beleuchtungsstärke
Ēh [lx]
minimale Beleuchtungsstärke
Eh min [lx]
S1 15 5
S2 10 3
S3 7,5 1,5
S4 5 1
S5 3 0,6
S6 2 0,6
S7 unbestimmte Anforderung unbestimmte Anforderung

Halbsphärische Beleuchtungsstärke (Ehs)

Klasse mittlere Beleuchtungsstärke
Ēhs [lx]
Gesamtgleichmäßigkeit
A1 5 0,15
A2 3 0,15
A3 2 0,15
A4 1,5 0,15
A5 1 0,15
A6 unbestimmte Anforderung unbestimmte Anforderung



Wartungswerte nach DIN EN 13201

nach den Beleuchtungsklassen ES und EV

Halbzylindrische (Ehz) und vertikale (Ev) Beleuchtungsstärke

Klasse Ehz [lx] Klasse Ev [lx]
ES1 10 EV1 5
ES2 7,5 EV2 3
ES3 5 EV3 1,5
ES4 3 EV4 1
ES5 2 EV5 0,6
ES6 1,5 EV6
ES7 1
ES8 0,75
ES9 0,5



DIN EN 12193 · Sportstättenbeleuchtung

Die DIN EN 12193 Sportstättenbeleuchtung legt für jede Sportart die lichttechnischen Mindestanforderungen in Tabellen verbindlich fest. Außer den tabellarischen Angaben nennt die Norm für jede Sportart noch weitere Güteanforderungen: zur Farbwiedergabe der Lampen und zu den Referenzflächen, für die alle Vorgaben der Tabelle gelten. Außerdem definiert sie die Rasterpunkte für die Referenzflächen, an denen Berechnungs- bzw. Messpunkte liegen sollen.

Referenzflächen
Die jeder Sportart zugeordneten Referenzflächen unterteilen sich in
Hauptfläche PA (Principal Area) und
Gesamtfläche TA (Total Area)

Die Vorgaben zur Beleuchtungsstärke und deren Gleichmäßigkeit gelten überwiegend für die Hauptfläche der Sportart.
 

Drei Beleuchtungsklassen

Das Fußballspiel der A-Jugend braucht weniger Licht als das Spiel der Nationalmannschaft. Für die unterschiedlichen Anforderungen der Sportler sowie der Zuschauer hat DIN EN 12193 drei Beleuchtungsklassen eingeführt: Je höher das Wettbewerbsniveau und je weiter die Zuschauer vom Sportgeschehen entfernt sind, umso höher muss die Beleuchtungsklasse sein.

Beleuchtungsklasse I
Hochleistungswettkämpfe, Hochleistungstraining;Zuschauer: große Sehentfernung

Beleuchtungsklasse II
Wettkämpfe mit mittlerem Niveau, Leistungstraining;Zuschauer: mittlere Sehentfernung

Beleuchtungsklasse III
Einfache Wettkämpfe (meist ohne Zuschauer),allgemeines Training, allgemeiner Schul- und Freizeitsport


Außenanlagen Klasse horizontale Beleuchtungsstärke
Ēh [lx]
Eh, min / Ēh GR
Leichtathletik I 500 0,7 50
II 200 0,5 55
III 100 0,5 55
Tennis I 500 0,7 50
II 300 0,7 50
III 200 0,6 55
Fußball I 500 0,7 50
II 200 0,6 50
III 75 0,5 55
Schwimm-
Außenanlagen
I 500 0,7 50
II 300 0,7 50
III 200 0,5 55

Allgemeine Sporthallen Klasse horizontale Beleuchtungsstärke
Ēh [lx]
Eh, min / Ēh
Handball,
Basketball,
Volleyball,
Fußball
I 750 0,7
II 500 0,7
III 200 0,5
Reiten I 500 0,7
II 300 0,6
III 200 0,5
Tennis I 750 0,7
II 500 0,7
III 300 0,5
Wasserball,
Schwimmen,
Turm- und
Kunstspringen
I 500 0,7
II 300 0,7
III 200 0,5


Die gleichmäßige Ausleuchtung der Halle ist wichtig für einen guten Überblick über das gesamte Spielfeld. Besonderheiten für einzelne Sportarten sind zu beachten. Für den Schulsport mit Trainingsbetrieb sind im Allgemeinen Wartungswerte von 200 lx und einer Gleichmäßigkeit von 0,5 erforderlich.