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Über Licht und Beleuchtung

Über Licht und Beleuchtung


A B C D E F G H L M N P R S T U W Z



A

  • Abschirmwinkel

    Bei direkt strahlenden Leuchten besteht bei einem ungünstigen Abschirmwinkel die Gefahr von Direktblendung durch zu hohe Leuchtdichten. Um dies zu vermeiden, sind Leuchten mit Gehäuseteilen, Lamellen oder Rastern ausgestattet, die die Lichtquellen abschirmen. Hohe Leuchtdichten können auch durch vorgesetzte opale oder prismatische Abdeckungen reduziert werden. Nach DIN EN 12665 ist der Abschirmwinkel einer Leuchte der Winkel zwischen der nach unten gerichteten Vertikalen und der Richtung, aus der Leuchtmittel und die Flächen hoher Leuchtdichte gerade noch nicht sichtbar sind (DIN EN 12665).

    Die „Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen“ definiert als Abschirmwinkel den entsprechenden Winkel mit Bezug auf die horizontale Ebene (DIN EN 12464-1).

  • Absorption

    Der Begriff Absorption bezeichnet ganz allgemein die Aufnahme von Licht. Trifft das Licht also auf eine Oberfläche, wird es je nach Material, Farbe und Frequenz unterschiedlich stark absorbiert. Das Licht verliert beim Durchdringen von Materie Energie, nur in einem reinen Vakuum breitet sich das Licht ungehindert aus. Absorption ist demnach die Fähigkeit von Stoffen, Licht aufzunehmen und es weder zu reflektieren noch zu transmittieren.

  • Abstrahlcharakteristik

    Die richtungsabhängige Abgabe des Lichts einer Leuchte wird als Abstrahlcharakteristik bezeichnet. Sie kann durch Blenden, Streugläser, Raster oder Reflektoren beeinflusst werden und lässt sich in Lichtstärkeverteilungskurven darstellen. Je nach der Form dieser Kurven unterscheidet man zwischen symmetrischer, asymmetrischer, bandförmiger, bündelnder oder streuender Abstrahlcharakteristik.

  • Adaptation

    Der Anpassungsvorgang, bei dem sich das Auge mit der Zeit an den Wechsel der Helligkeit gewöhnt, nennt sich Adaptation. Die Leuchtdichten am Beginn und Ende der Helligkeitsänderung beeinflussen den Adaptationsverlauf und damit die Adaptationszeit. Während die Anpassung von Dunkel nach Hell nur Sekunden beträgt, benötigen die Augen Minuten, bis sie sich vom Hellen ans Dunkle gewöhnt haben. Die Sehleistung wird vom jeweiligen Adaptationszustand bestimmt.

  • Adaptive Beleuchtung

    Die adaptive Beleuchtung oder dynamische Beleuchtung passt sich automatisiert den Lichtverhältnissen des Tagesverlaufs an. Intensität, Farbe und Richtung des künstlichen Lichts sind hierbei die veränderbaren Parameter. Diese Technologie wird insbesondere im gewerblichen Umfeld eingesetzt. So wird Mitarbeitern z. B. in Großraumbüros oder in Industrieanlagen ein unbewusstes Tageszeitgefühl suggeriert und Lichtdefizite werden ausgeglichen. Der simulierte Tageslichtverlauf kann zeitabhängig vorgegeben werden oder sich an sensorisch erfassten Messwerten orientieren.

  • Akzentbeleuchtung

    Werden einzelne Raumbereiche oder Objekte durch Licht betont, spricht man von einer Akzentbeleuchtung. Die Akzentbeleuchtung kommt zur Geltung, wenn ihre Lichtstärke deutlich die der Allgemeinbeleuchtung übersteigt. Es ergeben sich unzählige Möglichkeiten für die Lichtgestaltung mit Beleuchtungsstärken, Kontrasten, Schatten und Lichteinfallszenarien.

  • Allgemeinbeleuchtung

    Die Allgemeinbeleuchtung definiert die Umgebung und klärt die Raumsituationen. Das Licht sollte gleichmäßig verteilt sein und keine harten Schatten verursachen. So ist eine schnelle Orientierung im architektonischen Umfeld gewährleistet.

  • Anschlussleistung der Beleuchtung

    Die maximale Leistung der gesamten Lichtinstallation in einem Raum wird als Anschlussleistung der Beleuchtung angegeben. Sie ist unabhängig vom Energieverbrauch.

  • Ausstrahlungswinkel

    Der gesamte Öffnungswinkel des abgegebenen Lichts einer Leuchte heißt Ausstrahlungswinkel. Dieser wird wiederum von der Bauart des Reflektors bestimmt. Je schmaler der Ausstrahlungswinkel des Reflektors ist, desto kleiner und somit heller wird die beleuchtete Fläche.


B

  • Beleuchtungsklassen

    Es gibt drei Arten von Beleuchtungsklassen – Verkehrssituation und -zusammensetzung ergeben eine Voreinteilung in sogenannte M-, P-, und C-Klassen. Innerhalb dieser Klassen wird eine weitere Auswahl nach zusätzlichen Parametern wie z. B. Verkehrsstärke, Geschwindigkeit, Schwierigkeit der Fahraufgabe etc. getroffen.

    M-Klassen:
    Überwiegend Straßen mit motorisiertem Verkehr wie Hauptstraßen und Durchgangsstraßen.
    Die Bewertung erfolgt nach der Leuchtdichtemethode unter Beachtung des Fahrbahnbelags. Neben mittlerer Beleuchtungsdichte werden als Gütemerkmale die Gesamt- und die Längsgleichmäßigkeit herangezogen, des Weiteren das Umgegungs-Beleuchtungs-stärkeverhältnis REI und das prozentuale Maß der Blendung fTI .

    P-Klassen:
    Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen und niedrigen Geschwindigkeiten sowie Bereiche für Fußgänger und/oder Radfahrer. Zur Bewertung werden mittlere und minimale Beleuchtungsstärke herangezogen.

    C-Klassen:
    Konfliktzonen wie Verkehrsflussteilungen, Kreuzungen und Einmündungen. Darunter fallen auch Kreisverkehre und Fußgängerüberwege. Zur Bewertung werden mittlere Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit herangezogen.

  • Beleuchtungsniveau

    Das Beleuchtungsniveau beschreibt die mittlere Beleuchtungsstärke in einem Raum. Es hängt sowohl von der Beleuchtungsstärke als auch den Reflexionseigenschaften der Raumfläche ab.

  • Beleuchtungsstärke

    Die Beleuchtungsstärke E ist der Quotient aus Lichtstrom und beleuchteter Fläche. Sie wird horizontal und vertikal in der Maßeinheit Lux ( Ix ) gemessen.

    Für die ebene Fläche gilt: E = φ / A

    Die Beleuchtungsstärke gibt den Lichtstrom an, der von der Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft. Horizontale und vertikale Beleuchtungsstärke: Eh und Ev

  • Binning

    Unter Binning versteht man einen Prozess in der industriellen Produktion von insbesondere weißen LED-Chips. Innerhalb unterschiedlicher Fertigungschargen kommt es zu Abweichungen der lichttechnischen Eigenschaften. So variieren zum Beispiel Farbe und Leuchtkraft. Damit eine konstante Lichtqualität mit gleichem Helligkeitsniveau und einheitlicher Lichtfarbe gewährleistet ist, müssen die LEDs einer Charge sortiert werden. Sie werden in so genannte Bins (engl. Behälter) eingeteilt.

  • Blendung

    Die Blendung strahlt direkt vom Leuchtmittel oder aber indirekt von Reflexen auf glänzenden Flächen und wirkt unangenehm und störend auf das Auge. In Abhängigkeit von der Leuchtdichte und Größe der Lichtquelle, ihrer Lage zum Betrachter, der Helligkeit des Umfelds und des Hintergrunds fällt sie stärker oder schwächer aus.
    Auch wenn sie sich nicht ganz vermeiden lässt, kann die Blendung durch die richtige Anordnung und Abschirmung der Leuchten sowie mit der passenden Auswahl der Farben und Oberflächenstruktur der Raumfläche verringert werden. Direktblendung gilt es vor allem in der Straßenbeleuchtung zu vermeiden.
    Um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden, ist bei der Straßenbeleuchtung in erster Linie darauf zu achten, dass es nicht zu einer Direktblendung kommt. Bei der Planung von Bildschirmarbeitsplätzen kommt der Vermeidung von Reflexblendung eine besondere Bedeutung zu.


C

  • Candela

    Candela [ cd ] steht für die Einheit der Lichtstärke, das heißt des Lichtstroms pro Raumwinkeleinheit.
    Sie wird meist bei gerichtetem Licht, beispielsweise bei Tiefstrahlern angegeben und dient der Berechnung der Beleuchtungsstärke auf einer Fläche in Abhängigkeit von Winkel und Entfernung.

  • CE-Kennzeichnung

    Es liegt in der Herstellerverantwortung, die eigenen Produkte oder deren Verpackungen mit dem Zeichen „CE“ (Conseil de l’Europe) zu versehen. Es dient der Dokumentation gegenüber den Behörden, die für die Überwachung dieser EU-Richtlinien zuständig sind, dass die Produkte den Anforderungen bestimmter Richtlinien der Europäischen Union entsprechen.
    Das CE-Symbol ist allerdings kein Sicherheitsprüfzeichen wie das VDE-Zeichen, ENEC-Zeichen oder GS-Zeichen. Ein ausschließlich mit dem CE-Symbol gekennzeichnetes Erzeugnis wurde somit von keiner anerkannten Prüfstelle getestet.

  • Circadianer Rhythmus

    Wenn man von der „inneren Uhr“ eines Menschen spricht, ist der circadiane Rhythmus gemeint. Licht hat eine chronobiologische Wirkung auf den menschlichen Rhythmus und beeinflusst und synchronisiert diesen. Durch den Wechsel von Tag und Nacht sowie durch die Jahreszeiten wird der Rhythmus gesteuert und regelt aktive wie auch passive Phasen. Beispielsweise aktiviert ein spezieller Empfänger in der Netzhaut des Auges das Schlafhormon Melatonin.


D

  • DALI

    DALI (Digital Addressable Lighting Interface) definiert standardisierte digitale Geräteschnittstellen und soll die Austauschbarkeit verschiedener Betriebsgeräte in einer lichttechnischen Anlage garantieren.
    DALI benötigt zwei Steuerleitungen, an die bis zu 64 DALI-kompatible Leuchten angeschlossen werden können. Diese Leuchten können in maximal 16 Gruppen zusammengefasst werden. Mit DALI sind Lichtfarbe und Lichtintensität steuerbar, des Weiteren sind zeit- und sensorabhängige Lichtschaltungen möglich.

  • Degradation

    In der Lichttechnik beschreibt der Begriff Degradation den Rückgang des Lichtstroms bei LED. In der Regel schreitet dieser Prozess äußerst langsam voran und macht sich erst nach etwa 50 000 Betriebsstunden bei LED bemerkbar. Die Degradation wird bei der durchschnittlichen Lebensdauerangabe für LED berücksichtigt. Nach dieser Dauer leuchten die Leuchtdioden zwar weiter, aber ihre Leuchtkraft verringert sich.

  • Direkte/indirekte Beleuchtung

    Wenn direkte und indirekte Beleuchtung gemischt werden, wird die Beleuchtung meist als angenehm empfunden. In einem Raum können jeweils direkt strahlende Leuchten und solche mit ausschließlich indirektem Lichtaustritt zusammen zum Einsatz kommen oder aber Leuchten, die beide Lichtaustritte kombinieren. Der indirekte Lichtaustritt wird an Wand oder Decke gelenkt, ein zusätzlicher Lichtaustritt nach unten sorgt für direktes Licht. Der indirekte Lichtanteil beinhaltet gute Reflexionseigenschaften und eine höhere Lichtleistung.

  • Dispersion

    Die Eigenschaft von Materialien, auftreffendes Licht in seine Wellenlängen zu zerlegen, nennt man Dispersion.

  • DMX

    DMX steht als Abkürzung für „Digital Multiplex“ und ist ein Übertragungsprotokoll zur Steuerung von Beleuchtungsanlagen. Der Begriff stammt aus der Bühnentechnik und ermöglicht eine sehr flexible Gestaltung von zeitlichen und räumlichen Effekten.
    In der Architekturbeleuchtung wird DMX für besonders anspruchsvolle Lichtszenen mit hoher Dynamik eingesetzt, denn damit können RGB-Farbmischungen gezielt gesteuert werden. Ähnlich der DALI Technik handelt es sich hierbei um ein digitales, adressierbares Protokoll und kann durch Gateway-Komponenten mit dem DALI-Bus und der KNX-Technologie verbunden werden.


E

  • ENEC

    Das europäische Sicherheitsprüfzeichen für Leuchten und andere elektrotechnische Produkte ist ENEC (European Norm Electrical Certification). Es wird von neutralen Prüf- und Zertifizierungsinstituten in Europa vergeben, z. B. vom VDE in Deutschland.

    Die Prüfstellennummer „10“ neben dem ENEC-Zeichen steht für den VDE. ENEC+ kennzeichnet LED-Module und LED basierende Leuchten.

  • Energielabel

    Die Europäische Union (EU) hat europaweit Energieeffizienzklassen für Lichtquellen definiert. Die Klassifizierungen reichen von A++ für besonders energieeffizient bis hin zur schlechtesten Einstufung E. LED erreichen in der Regel die Energieeffizienzklassen A++ oder A+.

  • EULUMDAT

    EULUMDAT ist ein Dateiformat, das die Lichtstärkeverteilung von Lichtquellen beschreibt. Die Datei-Endung dieser photometrischen Daten lautet *.ldt. In Europa ist dieses Dateiformat seit 1990 zu einem Industriestandard für die Übermittlung von photometrischen Daten geworden. Der amerikanische Raum arbeitet parallel zu den europäischen Standards mit dem Format IES.


F

  • Farbraum

    Farbraum steht für die dreidimensionale Darstellung aller Farben eines Farbmodells, die durch eine farbgebende Methode tatsächlich abgegeben werden können.
    Jede farbgebende Methode hat ihren eigenen Farbraum. Der Farbkörper ist die Darstellung aller Farbräume eines Farbmodells.

  • Farbsteuerung Device Type 8 (DT8)

    Farbsteuerbare Leuchten mit dem DALI Device Type 8 (DT8)-Standard verfügen über zwei bis sechs Farbkanäle. Farbtemperaturen, Farben und die Lichtintensität sind veränderbar. DT8-Leuchten arbeiten mehrkanalig, erhalten jedoch nur eine DALI-Adresse.

  • Farbtemperatur

    Die Farbtemperatur ist die Lichtfarbe eines Leuchtmittels und wird in Kelvin ( K ) gemessen. Gebräuchliche Leuchtmittel haben eine Farbtemperatur in einer der folgenden Größenordnungen:

    • unter 3300 Kelvin = Warmweiß
    • 3300 bis 5300 Kelvin = Neutralweiß,
    • über 5300 Kelvin = Tageslichtweiß.

  • Farbwiedergabe

    Die farbliche Wirkung, die das Licht eines Leuchtmittels auf farbigen Gegenständen oder Personen hervorruft, wird durch die Farbwiedergabe gekennzeichnet und mit dem allgemeinen Farbwiedergabe-Index Ra bewertet. Der Index, welcher von acht häufig vorkommenden Testfarben abgeleitet ist, gibt an, wie natürlich Farben im Licht eines Leuchtmittels wiedergegeben werden. Wobei Ra = 100 für den besten Wert steht; je niedriger der Index ist, desto schlechter sind die Farbwiedergabeeigenschaften. In Innenräumen, in denen Menschen für längere Zeit arbeiten oder sich aufhalten, sollten Leuchtmittel mit einem Ra-Index kleiner als 80 nicht verwendet werden.


G

  • Gateway

    Als Gateway werden Verbindungen zwischen unterschiedlichen Systemen bezeichnet. Ein Gateway vermittelt zwischen verschiedenen Kommunikationsprotokollen. Bei der Beleuchtungstechnik kann so z. B. eine LCN-Linie über ein Gateway mit einer DALI-Linie verbunden werden. Ein LCN/DALI-Gateway bietet die Möglichkeit, 64 Leuchten mit DALI-Betriebsgeräten in eine LCN-Anlage zu integrieren. Die Parametrierung von DALI-Gruppen und DALI-Lichtszenen sowie die Zuordnung der Steuermodulausgänge kann mit der Software BEGA Control vorgenommen werden.

  • Gleichmäßigkeit

    Die Gleichmäßigkeit beschreibt ein weiteres Qualitätsmerkmal der Beleuchtungsstärke bzw. der Leuchtdichte. Sie wird als Verhältnis der minimalen zur mittleren Beleuchtungsstärke – g1 = Emin / Ē – angegeben.
    In bestimmten Anwendungsfällen spielt das Verhältnis der minimalen zur maximalen Beleuchtungsstärke g2 = Emin / Emax eine maßgebliche Rolle. In der Straßenbeleuchtung ist das Verhältnis der minimalen zur mittleren Leuchtdichte der Beleuchtungsstärke bzw. der Leuchtdichte U₀ = Lmin / L und das Verhältnis der Längsgleichmäßigkeit UL in der Norm ausschlaggebend.

  • GRL

    Nach dem CIE-Blendungsbewertungsverfahren ist GRL der obere Grenzwert der Blendung.
    Bei Beleuchtungsanlagen im Freien wird die Blendung, die unmittelbar durch Leuchten erzeugt wird, nach der CIE-Blendungswert-GR-Methode bestimmt.

  • Grundbeleuchtung

    siehe Allgemeinbeleuchtung

  • GS-Zeichen

    Das GS-Zeichen steht für „Geprüfte Sicherheit“ und bestätigt die Konformität mit dem Gerätesicherheitsgesetz. Es wird nur in Verbindung mit dem Zeichen der prüfenden Stelle wie TÜV oder VDE verwendet.

  • Gütemerkmale

    Die Beleuchtungsqualität der künstlichen Beleuchtung wird durch die Gütemerkmale definiert. Unter anderem sind folgende Gütemerkmale zu bewerten: die Lichtfarbe, das Beleuchtungsniveau, die Blendungsbegrenzung, das störungsfreie Sehen ohne Direkt- oder Reflexblendung, die Helligkeit und deren harmonische Verteilung, das ausgewogene Verhältnis der Leuchtdichten sowie das Aussehen der Leuchtmittel und deren Farbwiedergabe.


H

  • Halbnachtbetrieb

    Der Halbnachtbetrieb (Halbnachtschaltung) der Straßen- und Wegebeleuchtung dient in verkehrsschwachen Zeiten der Energieeinsparung. Bei Leuchten, die nur mit einer Lichtquelle bestückt sind, wird die Leistung des einzelnen Lichtpunktes verringert. Verfügt eine Leuchte über mehrere Lichtquellen, werden Teile davon im Halbnachtbetrieb abgeschaltet. Beide Verfahrensweisen gewährleisten eine Enegieeinsparung bei weiterhin gleichmäßiger, jedoch schwächerer Ausleuchtung der Straßen und Wege. Sobald hier Präsenz von Personen und Fahrzeugen über Sensoren festgestellt wird, muss das Beleuchtungsniveau wieder der Norm entsprechend angehoben werden.

  • Halbstreuwinkel

    Der Halbstreuwinkel wird auch als Ausstrahlungswinkel, Halbwertswinkel oder Öffnungswinkel bezeichnet.
    Er ist in der Lichttechnik der am häufigsten verwendete Strahlungswinkel und wird deshalb oft auch von den Herstellern angegeben. Der Halbstreuwinkel beschreibt den messtechnisch relevanten Bereich der Strahlung und definiert dadurch eine abstrakte Grenze, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann. Es ist der Winkel zwischen zwei Punkten, an denen die Lichtstärke auf 50 Prozent des Maximalwerts absinkt. Mit Hilfe des Halbstreuwinkels wird auch der Durchmesser eines Lichtkegels angegeben.

  • Halbzylindrische Beleuchtungsstärke

    Die halbzylindrische Beleuchtungsstärke (Ehz) wird in Lux gemessen und beschreibt die Anteile der vertikalen Beleuchtungsstärke, die auf eine halbzylindrische Messfläche fallen. Sie sorgt für eine bessere Erkennbarkeit entgegenkommender Personen, z. B. sollten auf Parkplätzen etwa 1,5 m über dem Boden ca. 1,5 bis 5 lx gemessen werden.

  • Human Centric Lighting

    Tageslicht bestimmt den Rhythmus des menschlichen Lebens. Physiologische Prozesse wie z. B. der hormonell gesteuerte Schlaf-Wach-Rhythmus, das allgemeine Wohlbefinden und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sind abhängig vom Sonnenlicht. Da viele Tätigkeiten in Innenräumen ausgeübt werden, sollte die künstliche Beleuchtung gezielt die fehlende Sonneneinstrahlung nachempfinden und den menschlichen Bedürfnissen angepasst werden können. So werden circadiane Prozesse im Organismus unterstützt. Je nach Bedarf kann Licht aktivierend oder entspannend eingesetzt werden.


L

  • LCN

    Die LCN-Technologie ist ein Steuerungssystem, genauer ein Gebäudeautomationsbus, in dem sich die Module kooperativ verhalten und dezentral organisiert sind. Jedes Modul kann für Steuerungsaufgaben individuell und dauerhaft parametriert werden. Deutliche Vorteile sind die Reichweite, Störungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.

  • LED

    LED ist die Abkürzung für lichtemittierende Dioden bzw. Light Emitting Diodes, die allgemein auch als Leuchtdioden bezeichnet werden. Bei LEDs handelt es sich um elektronische Halbleiter-Bauelemente, die unter Spannung Licht in den Farben Rot, Gelb, Grün oder Blau abgeben. Blau leuchtende LEDs können mit Hilfe einer zusätzlichen internen Leuchtschicht auch weißes Licht erzeugen. Weißlicht lässt sich ebenfalls durch Farbmischung erzeugen. Die Vorteile der LEDs sind Wartungsfreiheit, hohe Lebensdauer, geringer Energieverbrauch, IR-/UV-Freiheit des Lichts, Farbstabilität und Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen. LEDs gibt es in unterschiedlichen Bauformen.

  • Leuchtdichte

    Die Leuchtdichte L wird in Lichtstärke (Candela) pro Flächeneinheit [ cd/m² ] gemessen. Der Helligkeitseindruck, den eine beleuchtete oder leuchtende Fläche dem Auge vermittelt, wird durch die Leuchtdichte definiert, ebenso wie die physiologische Wirkung des Lichts auf das Auge.

  • Leuchtenbetriebswirkungsgrad

    Das Verhältnis des Lichtstroms der Leuchte zum Lichtstrom der eingesetzten Lampen, das unter genormten Betriebsbedingungen ermittelt sind, wird als Leuchtenbetriebswirkungsgrad bezeichnet.

  • Lichtausbeute

    Die Lichtausbeute definiert das Verhältnis des Lichtstroms eines Leuchtmittels zu dessen elektrischer Leistungsaufnahme und wird als Lichtausbeute bezeichnet. Sie wird in Lumen pro Watt ( Im/W ) angegeben.

  • Lichtfarbe

    Die Lichtfarbe einer Lampe wird beschrieben durch die Farbtemperatur in Kelvin [K], siehe Farbtemperaturen.

  • Lichtimmission

    Als Lichtimmission wird störendes Licht bezeichnet, das durch falsch positionierte oder falsch ausgerichtete Leuchten hervorgerufen wird. In den Räumen des an eine Beleuchtungsanlage angrenzenden Baubestands kann es zu ungewünschter und störender Aufhellung oder gar Blendung kommen. Zu deren Vermeidung hat die Deutsche Lichttechnische Gesellschaft entsprechende Mess- und Bewertungsverfahren herausgegeben.

  • Lichtpunkt

    In der Außenbeleuchtung, besonders in der Straßenbeleuchtung werden einzelne Leuchten als Lichtpunkte bezeichnet.

  • Lichtpunktabstand

    Eine weitere Bezeichnung in der Außen- bzw. Straßenbeleuchtung, ist der Lichtpunktabstand. Dieser beschreibt den Abstand zwischen den einzelnen Leuchten.

  • Lichtpunkthöhe

    Die Lichtpunkthöhe gibt an, aus welcher Höhe das Licht der Leuchte auf die zu beleuchtende Fläche fällt.

  • Lichtsensor

    Lichtsensoren messen die Helligkeit des Tageslichts oder der künstlichen Beleuchtung. Lichtsensoren sind in Dämmerungsschaltern und anderen Lichtsteuerungs- und Lichtregelungssystemen integriert.

  • Lichtstärke

    Die Lichtstärke „I“ ist jener Teil des Lichtstroms, der in eine bestimmte Richtung strahlt. Die Verteilung der Lichtstärke von Leuchten im Raum wird grafisch als Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) veranschaulicht.

  • Lichtstärkeverteilung

    Der Begriff Lichtstärkeverteilung bezieht sich auf die räumliche Verteilung der Lichtstärke. Form und Symmetrie der Lichtstärkeverteilung kennzeichnen symmetrisch und asymmetrisch strahlende bzw. tief- und breitstrahlende Leuchten. Zur Darstellung dient die Lichtstärkeverteilungskurve (LVK): Sie entsteht, wenn die in Polarkoordinaten dargestellten Lichtstärken einer Leuchte in ihren verschiedenen Ausstrahlungsrichtungen miteinander zu einem Kurvenzug verbunden werden.

  • Lichtsteuerung

    Die Lichtsteuerung ermöglicht es, die Beleuchtung auf die jeweiligen Anforderungen und Nutzungen abzustimmen. Diverse Schalt- und Dimmzustände lassen sich als Lichtszenen mit entsprechenden Steuergeräten abspeichern und bei Bedarf wieder anwenden.
    In eine Lichtsteuerung kann die einzelne Leuchte, eine Leuchtengruppe im Raum, die gesammte Lichtanlage im Gebäude oder die Beleuchtung ganzer Straßenzüge eingebunden werden.

  • Lichtstrom

    Die Lichtleistung eines Leuchtmittels ist der Lichtstrom φ. Er wird in Lumen [ lm ] gemessen. Ein LED-Modul von 10 W erreicht etwa bis zu 1200 lm.

  • Lux

    In Lux [ lx ] wird die Beleuchtungsstärke gemessen. Ein Luxmeter gibt an, wie viel Lichtstrom auf eine bestimmte Fläche fällt.

  • Lumen

    Die Maßeinheit des Lichtstroms ist Lumen [ lm ], welcher die von der Lampe in alle Richtungen abgestrahlte Leistung im sichtbaren Bereich misst.


M

  • MacAdam Ellipse

    1931 entwickelte die CIE (Commission Internationale de l‘Eclairage) das Normvalenzsystem, ein System zur Beschreibung aller Farben, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Mit Hilfe eines X-Y-Koordinatensystems werden in einer geometrischen Form alle sichtbaren Farben dargestellt. Am Rand der Form befinden sich die Farben mit der höchsten Sättigung. Nach innen nimmt die Sättigung ab.
    David L. MacAdam beschäftigte sich in den 1940er Jahren mit der Unterscheidung von benachbarten Farben zu einem Referenzfarbton innerhalb des abgebildeten Farbraums. Er definierte Farbpunkte und untersuchte, ab wann das menschliche Auge Abweichungen von diesen festgelegten Farben bemerkt, wenn man sich von dem jeweiligen Farbpunkt in alle Richtungen entfernt. Im grünen Farbraum waren diese Bereiche größer als bei Rot- und Blau-Tönen. Demnach ist die Toleranz für Farbabweichungen bei Grüntönen größer als bei Rot-/ Blau-Tönen. Ursprünglich ging man davon aus, dass diese Bereiche kreisförmig um einen Bezugsfarbton verlaufen müssten. MacAdam widerlegte diese Annahme. Die Form dieser Bereiche war jedoch immer gleich – eine Ellipse.

  • Modelling

    Modelling ist das Definieren der Umgebung mit Licht. Erst das Zusammenspiel von Licht und Schatten gibt Objekten die notwendige Plastizität – Körper, Oberflächen und Strukturen werden visuell erfassbar.
    Für die Schattenbildung ist die Lichtrichtung verantwortlich. Sie wird bestimmt durch die Lichtverteilung der Leuchten und deren Anordnung im Raum. Ohne Schatten wirken Räume und Gegenstände nahezu zweidimensional. Ein ausgewogenes Wechselspiel aus Licht und Schatten schafft Sehkomfort und eine angenehme Lichtatmosphäre.


N

  • Nennbeleuchtungsstärke

    Dieser Begriff fand früher in den Nationalen Beleuchtungsnormen Verwendung. Er definierte die mittlere Beleuchtungsstärke im eingerichteten Raum, bezogen auf einen mittleren Alterszustand. Zur Ermittlung des Neuwerts einer Beleuchtungsanlage wurde die Nennbeleuchtiungsstärke mit den Planungsfaktor 1,25 multipliziert. Heute werden Alterung und Verschmutzung einer Beleuchtungsanlage mit dem Wartungswert beschrieben.

  • Notbeleuchtung

    Notbeleuchtung steht für Lichtquellen, die unabhängig von Stromversorgung funktionieren. Bei Stromausfällen werden Fluchtwege so ausgeleuchtet, dass Menschen schnellstmöglich aus Gebäuden herausfinden und in Sicherheit gelangen. Not- und Sicherheitsbeleuchtung wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

  • Nutzebene

    Die horizontale oder vertikale Fläche, die beleuchtet werden soll, wird als Nutzebene bezeichnet.
    Je nach Beleuchtungszweck definieren die Normen einen rechnerischen Bezugspunkt, an dem die Beleuchtungsstärke bewertet wird. Meist ist dies 0,85 m über dem Boden.


P

  • Photometrisches Entfernungsgesetz

    Die Beleuchtungsstärke E nimmt quadratisch mit dem Abstand r von einer punktförmigen Lichtquelle ab.
    Daraus folgt: E = I / r² ( I = Lichtstärke)

  • PIR-Bewegungssensor

    Ein Bewegungsmelder ist ein elektronischer Sensor, der Bewegungen in seiner näheren Umgebung erkennt und als elektrischer Schalter arbeitet. Vorrangig wird er eingesetzt zum Einschalten einer Beleuchtung oder zum Auslösen eines Alarms. Ein Bewegungsmelder kann aktiv mit elek-tromagnetischen Wellen, mit Ultraschall oder passiv anhand der Infrarotstrahlung der Umgebung arbeiten – Kombinationen sind möglich.
    Der Pyroelektrische Sensor (PIR-Sensor) ist der am häufigsten eingesetzte Typ der Gruppe der Bewegungsmelder. Er reagiert unmittelbar auf kleine Änderungen der Temperatur, beispielsweise auf die Bewegung einer Person im Bereich des Sensors.
    Bewegungsmelder mittels Dopplerradar reagieren optimal, wenn sich der Abstand zum Sensor ändert.

  • Punktbeleuchtungsstärke

    Durch die Punktbeleuchtungsstärke kann eine Aussage über die Qualität der Beleuchtung an einem bestimmtenn Punkt in einem Raum getroffen werden. Sie ergibt sich aus dem Quotienten des Lichtstroms, den ein Punkt auf einem Flächenelement empfängt und der Fläche des Elements.


R

  • Reflexionsgrad

    Der Reflexionsgrad gibt an, wie viel Prozent des auf eine Fläche auftreffenden Lichtstroms reflektiert werden. Helle Flächen reflektieren das Licht stärker als dunkle. So hat eine weiße Wand einen Reflexionsgrad von 85 % und eine dunkelrote Backsteinmauer von nur 10 %.

  • Refraktion

    Unter Refraktion wird in der Physik die Brechung des Lichts, also die Änderung der Ausbreitungsrichtung von Wellen verstanden. Die Refraktion wird durch den so genannten Brechungsindex beschrieben. Die Brechung von Licht erfolgt in der Beleuchtungstechnik zum Beispiel mit Hilfe von Linsen.

  • RGB-Farbmischung

    Die Buchstabenfolge „RGB“ ist eine Abkürzung für die Farbmischung von Licht mittels Lampen in den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Besonders für die dekorative Beleuchtung mit Farbdynamik eignet sich diese RGB-Farbmischung. Um eine bessere weiße Lichtfarbe zu erzielen, kann mit einer zusätzlichen weißen Lichtquelle gearbeitet werden (RGB W-Farbmischung).


S

  • Schutzart

    Für die Langlebigkeit müssen Leuchten mechanisch so ausgelegt sein, dass Fremdkörper und Feuchtigkeit möglichst nicht eindringen können. Das IP-Kennziffernsystem „Ingress Protection“ wird zur Kennzeichnung der Schutzart mit zwei Kennziffern verwendet. Die erste Kennziffer hinter dem IP (1 bis 6) beschreibt den Fremdköperschutz, die zweite Kennziffer (1 bis 8) steht für den Feuchtigkeitsschutz. Die höhere Schutzart schließt jeweils die niedrigere mit ein. Wird eine der beiden Schutzartkennziffern nicht ausgewiesen, muss die Leuchte mit „X“ als ungeprüft gekennzeichnet werden.

  • Schutzklasse

    Die Schutzklasse definiert die Art der Schutzmaßnahmen gegen einen möglichen elektrischen Schlag:

    Schutzklasse I
    Leuchten für den Anschluss an einen netzseitigen Schutzleiter. Das Symbol wird an der Anschlussstelle angebracht.

    Schutzklasse II
    Leuchten mit einer zusätzlichen oder verstärkten Isolierung. Sie haben keinen Schutzleiteranschluss.

    Schutzklasse III
    Leuchten für den Betrieb mit Schutzkleinspannung.

  • Schutzkleinspannung

    Die Schutzkleinspannung (auch Niedervolt-Spannung) ist eine niedrige elektrische Spannung, welche auf Grund ihrer geringen Höhe und der Isolierung gegen Stromkreise höherer Spannung besonderen Schutz gegen einen elektrischen Schlag bietet. Die Spannung ist so gering, dass elektrische Körperströme im Normalfall ohne Folgen bleiben. Leuchten müssen speziell für den Betrieb mit Schutzkleinspannung konstruiert sein.

  • Sehaufgabe

    Die Sehaufgabe wird von den Hell-Dunkel- und den Farbkontrasten bestimmt sowie von der Größe der Details und von der Geschwindigkeit und Zeitdauer, mit der die Kontraste wahrgenommen werden. Das Beleuchtungsniveau muss dem Schwierigkeitsgrad der Sehaufgabe angepasst werden.

  • Bereich der Sehaufgabe

    Der Bereich der Sehaufgabe ist der Teil des Arbeitsbereichs, in dem die eigentliche Sehaufgabe erbracht wird. Die in DIN EN 12464-1 angegebenen Werte für die Beleuchtungswerte gelten exakt für diesen Bereich. Der Umgebungsbereich kann eine Stufe geringer beleuchtet werden.

  • Sehkomfort

    Sehkomfort bezeichnet die Beleuchtungsqualität insbesondere im Hinblick auf Farbwiedergabe und harmonische Helligkeitsverteilung, aber auch im Hinblick auf das Wohlempfinden für das menschliche Auge.

  • Sehleistung

    Die Sehleistung wird von der Sehschärfe der Augen und von der Unterschiedsempfindlichkeit der Augen für Hell- und Dunkelsehen bestimmt. Geschwindigkeit kann die Sehleistung ebenfalls beeinflussen. Hierzu zählen zum Beispiel beim Autofahren Helligkeitsunterschiede, Formen, Farben und Details.

  • Spektrale Strahlungsverteilung

    Die spektrale Strahlungsverteilung beschreibt die Ausprägung und Intensität der elektromagnetischen Wellen im für den Menschen sichtbaren Wellenlängenbereich.
    Jede Wellenlänge des sichtbaren Lichts hat eine bestimmte Spektralfarbe. Bei Tageslicht sind alle Spektralfarben relativ homogen in ihrer Intensität ausgeprägt, wobei die Blauanteile etwas überwiegen.
    Über ein Koordinatensystem mit den Achsen Intensität und Wellenlänge des Lichts kann die Ausprägung der einzelnen Spektralfarben visuell verdeutlicht werden. Diese Art der Darstellung ist beispielsweise für den Vergleich von Leuchtmitteln hilfreich.

  • Spektralfarben

    Licht erscheint weiß, setzt sich jedoch aus verschieden farbigem Licht zusammen. Der Regenbogen fächert diese Farben auf. Sie werden als Spektralfarben bezeichnet. Die Wellenlängen des für den Menschen sichtbaren Lichts reichen von 380 bis 780 Nanometer [nm].

  • Steradiant

    Der Steradiant (sr), auch Sterad, beschreibt eine Maßeinheit für den Raumwinkel. Im SI-Einheitensystem ist er als abgeleitete Maßeinheit enthalten.


T

  • Transmission

    Transmission ist in der Physik die Eigenschaft eines Stoffes oder Körpers, Schallwellen oder elektromagnetische Wellen in Form von Licht durchzulassen.
    Das Maß dieser Eigenschaft ist der Transmissionsgrad. Er gibt das Verhältnis von transmittiertem Lichtstrom zum auftreffenden Lichtstrom an. Transmission ist entweder gerichtet oder diffus und beschreibt die Lichtdurchlässigkeit eines Objektes. Je lichtdurchlässiger es ist, desto heller strahlt es. Je dunkler ein Medium ist, desto mehr Licht wird absorbiert.

  • Tunable White

    Tunable White ermöglicht die variable Steuerung der Farbtemperatur von weißem Licht. Die Farbtemperatur ist einstellbar von 2700 K (warmweiß) bis 6500 K (kaltweiß) und erlaubt den gezielten Einsatz der Veränderlichkeit der Lichtfarbe Weiß. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Wahrnehmung und der Lichtqualität.


U

  • UGR

    Das Verfahren des „Unified Glare Rating” (UGR) wurde von der Internationalen Beleuchtungskommission CIE (Commission Internationale de l’Éclairage) entwickelt, um die Bewertung der Blendung weltweit zu vereinheitlichen. definierte Beobachterposition berechnet.
    Die DIN EN 12464-1 gibt den UGR-Referenzwert für einen Standardraum an. Moderne Lichtplanungsprogramme ermöglichen eine genaue Berechnung des UGR-Werts für eine definierte Beobachterposition im Raum. Je niedriger der UGR-Wert, desto geringer ist die Blendung. Zusätzlich erfolgt die Angabe des Elevationswinkels 65°, 75° oder 85° für Leuchtdichten < 1000 Candela/Quadratmeter (Verhältnis Lichtstärke zu Fläche). Hierbei handelt es sich um den Grenzwinkel, oberhalb dessen die Leuchte rund um eine Leuchtdichte von 1000 Candela/Quadratmeter aufweist.


W

  • Wartungsfaktor WF

    Betriebsbedingungen und die Art der eingesetzten Komponenten beeinflussen den Wartungsfaktor WF einer Beleuchtungsanlage. Er legt fest, wie stark überdimensioniert eine Anlage geplant werden muss, um zum Zeitpunkt der Wartung die genormte Beleuchtungsstärke noch abzubilden.
    Eine möglichst genaue Überdimensionierung verhindert zu hohe Betriebskosten. Andererseits sinkt bei einer unterdimensionierten Planung die Beleuchtungsstärke unter den Mindestwert.

  • Wartungswert

    Wartungswerte der Beleuchtungsstärke Ē und Wartungswerte der Leuchtdichte L resultieren aus der entsprechenden Sehaufgabe. Sie sind Mittelwerte der Beleuchtungsanlage, die zu keiner Zeit unterschritten werden dürfen.

    Werte der Beleuchtungsstärke für die Innenraum-beleuchtung finden sich in der Norm DIN EN 12464-1. Für „Arbeitsstätten im Freien“ formuliert DIN EN 12464-2 entsprechende Vorgaben. Werte für die Beleuchtungsstärke bzw. für die Leuchtdichte der Straßenbeleuchtung enthält die DIN EN 13201-2. Die europäische Norm DIN EN 12193 gilt für die Sportstättenbeleuchtung.


Z

  • Zigbee

    Zigbee ist ein standardisiertes Übertragungsprotokoll für drahtlose Netzwerke. Die Zigbee-Technologie wird bei Steuerungsanlagen eingesetzt, bei denen keine zusätzliche Daten- oder Steuerleitung vorhanden ist. Eine Implementierung von Fremdsystemen ist möglich. Der Zigbee-Funkstandard zeichnet sich durch eine unkomplizierte Installation und Anwendung aus. Er verbindet unterschiedliche Netzwerkteilnehmer auf kurzen Strecken, die das Netzwerk autark verwalten und über das Zigbee-Protokoll kommunizieren. Jedes im Netzwerk eingebundene Gerät gibt Funksignale an alle erreichbaren Teilnehmer weiter. So sind große Strecken, z. B. bei Beleuchtungsanlagen, problemlos realisierbar. Die Funkreichweite beträgt bis zu 100 m zwischen einzelnen Netzpunkten. Energieeffizienz ist ein weiteres Leistungsmerkmal dieses Funkstandards.

  • Zylindrische Beleuchtungsstärke Ez

    Der Minimal- oder Wartungswert von Ez beträgt 50 lx. In Bereichen, bei denen es auf eine gute visuelle Kommunikation ankommt, beispielsweise im Büro oder in Besprechungs- und Unterrichtsräumen, sollte der Wartungswert auf 150 lx angehoben werden. Diese Anforderung in Raum- und Tätigkeitsbereichen gilt in 1,2 m Höhe für sitzende Personen und in 1,6 m Höhe für stehende Personen. Die geforderte Gleichmäßigkeit liegt jeweils über 0,10.